Laufende Projekte der Werner Siemens-Stiftung

Synthetische Biotechnologie an der Technischen Universität in München

Die Synthetische Biotechnologie ist ein neues, hochinnovatives Forschungsfeld, das systemverändernde technologische Innovationen in der chemischen und pharmazeutischen Produktion erwarten lässt. Die Förderung der Werner Siemens-Stiftung ermöglicht die Schaffung eines weltweit einmaligen Forschungsbereichs für Synthetische Biotechnologie, der exzellente Grundlagenforschung mit industrieller Anwendungsperspektive verbindet. Die Stiftungsmittel werden für die Ertüchtigung der Laboratorien in Garching, für die Ausstattung einer Professur und für ein assoziiertes Schüler- / Lehrerlabor zur Gewinnung besonders begabter Studierender verwendet.

http://www.bio-m.org/biom-news/synbio-115-mio-euro-fuer-tu-muenchen-und-synthetische-biotechnologie-von-der-siemens-stiftung.html


 

Reinst - Forschungsschiff des Max Planck Instituts für Chemie in Mainz

Die optimale Infrastruktur für das Studium und die Überwachung des Ozeans sowie die Probenahme im Ozean sind seit langem Gegenstand intensiver Diskussionen innerhalb der globalen, erdwissenschaftlichen Gemeinschaft. Wachsende Haushaltsbeschränkungen und steigende Betriebskosten der großen Forschungsschiffe stellen international ein wachsendes Problem dar. Die Stiftung stellt Mittel zum Bau eines kleinen, windbetriebenen Forschungsschiffes als «Reinstbeprobungsplattform» zur Verfügung. Ein solches Schiff stellt eine Ergänzung zu den grossen dieselbetriebenen Schiffen dar. Es kann die oberen 500 m des Ozeans mit Netzten, Pumpen und diskreten Wasserschöpfern beproben, ohne dabei das Wasser mit Dieseltreibstoff zu kontaminieren.

www.mpic.de/forschung/klimageochemie/


 

Innovationszentrums für Tiefsee-Umweltüberwachung am MARUM der Universität Bremen

Die vorgeschlagene Professur soll in enger Zusammenarbeit mit Firmen innovative Sensoren und komplexe Umweltüberwachungssystemen entwickeln. Die wissenschaftliche Herausforderung besteht darin, Schlüsselparameter der Meeresumwelt zu definieren und zu testen, die sich mit relativ geringem Aufwand messen lassen und zudem möglichst umfassende Informationen über die Meeresumwelt liefern. Hierzu gehören neben physikalischen und chemischen Umgebungsparametern auch Messungen der biologischen Aktivität und Artenvielfalt. Gerade im Hinblick auf biologische Kenngrößen sind neue Sensorkonzepte notwendig, die beispielsweise auf automatische Bildverarbeitung setzen. Die technologische Herausforderung besteht darin, Systeme so auszulegen, dass diese in der Tiefsee (hoher Druck, korrosive Umgebung) wartungsfrei über lange Zeiträume funktionieren.

www.marum.de


 

Schweizerische Studienstiftung «Mobilität – Infrastruktur – Innovation»

Um den MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technologie) zu stärken, bietet die Studienstiftung ab 2016 den geförderten Studierenden das stark interdisziplinär ausgerichtete, von der Werner Siemens-Stiftung finanzierte Programm „Mobilität – Infrastruktur – Innovation“ an. Dieses umfasst pro Jahr drei Sommerakademien. Deren mögliche Schwerpunkte wie etwa Energiewende, Künstliche Intelligenz, Verkehrsnetze der Zukunft und Stadtentwicklung verdeutlichen die hohe gesellschaftliche Relevanz der MINT-Initiative der beiden Stiftungen.

www.studienstiftung.ch/


 

Computer gestützte minimal-invasive Operationen: Forschungsprojekt in der Medizin-Technologie an der Universität Basel  – MIRACLE

Am Department of Biomedical Engineering der Medizinischen Fakultät besteht ein Projekt zur Entwicklung einer Technologie für minimal invasive Knochenbearbeitung mittels Laserstrahlen. Ziel ist es, in Zusammenarbeit zwischen Naturwissenschaften und Medizin ein Laser-Osteotom zu entwickeln, welches das Spektrum an operativen Eingriffsmöglichkeiten und Therapiemassnahmen auch für Patienten in schlechtem Allgemeinzustand erweitert. Damit sollen die Hospitalisationsdauer und die Rehabilitationsphase verkürzt werden. Für die Umsetzung des Projekts werden zwei zusätzliche Professuren für «Medizinrobotik und Mechatronik» und für «Medizinische Laser-Physik und Optik» geschaffen.

http://dbe2.unibas.ch:8080/magnoliaPublic/dbe/research/FocalAreas/miracle.html


 

ETH Zürich: Start der Tiefengeothermie-Forschung

Die Tiefengeothermie gilt als aussichtsreiche Technologie, mit deren Hilfe ungenutzte Wärmeenergie aus dem Erdreich erschlossen werden könnte. Dabei werden die hohen Temperaturen ausgenutzt, die in vier bis sechs Kilometern Tiefe im kristallinen Grundgebirge herrschen. Mit einem künstlich geschaffenen Kreislauf wird die Wärme zur Strom- und Wärmeproduktion an die Erdoberfläche gebracht. Die Werner Siemens-Stiftung übernimmt die Finanzierung einer Professur zur Erforschung der Grundlagen für die Tiefengeothermie an der ETH Zürich.

http://www.geophysics.ethz.ch/research/groups/geg.html


 

Walliser Jugend-Projekt

Dieses Projekt zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit und des Mangels an qualifizierten Mitarbeitern im Wallis entwickelt sich im Rahmen eines Austausches über die verschiedenen Bedürfnisse von Technik-Unternehmen. Das Projekt AFOTEC, unter der Leitung und Verantwortung der Dienststelle für Industrie, Handel und Arbeit (DIHA), hat die Prävention der Jugendarbeitslosigkeit zum Ziel. Des Weiteren soll es eine Garantie für die Unternehmen im Bereich Technik geben, damit die nötigen Fachleute erhalten bleiben. 

Mit dem von der Werner Siemens-Stiftung Zug garantierten Finanzbeitrag werden Jugendliche während ihrer Schulausbildung in den technischen Bereichen der Energie- und Industriebranchen unterstützt. 

https://www.vs.ch/de/web/sict


 

Projekt Universitätsspital Zürich, Institut Neuroradiologie: Nachwuchsförderung

Mit diesem Programm wird die Nachwuchsförderung auf dem sich rasch entwickelnden Gebiet der interventionellen Neuroradiologie ausgebaut. Hoch- qualifizierte Kandidaten mit Facharztausweisen aus der Neuroradiologie, Neurochirurgie oder Neurologie, die sich für die Aufnahme in dieses Programm bewerben, werden durch eine Kommission begutachtet und nach definierten Kriterien ausgewählt. Maximal werden jährlich vier bis fünf Kandidaten für die Dauer eines oder zwei Jahren aufgenommen. Nach erfolgreichem Abschluss des Programms erhalten die Kandidaten ein durch die Klinik für Neuroradiologie und das Dekanat der Medizinischen Fakultät der Universität Zürich ausgestelltes Diplom.

www.neuroradiologie.usz.ch


 

Projekt Eberhard Karls Universität Tübingen: Professur am Labor für präklinische Bildgebung und Bildgebungstechnologien

Mit der Bereitstellung der notwendigen finanziellen Mittel durch die Werner Siemens-Stiftung wird die Einrichtung eines Werner Siemens-Labors für präklinische Bildgebung und Bildgebungstechnologie mit einer angegliederten gleichnamigen Stiftungsprofessur ermöglicht. Ziel ist die Erforschung biologischer und medizinischer Fragestellungen im Bereich der präklinischen Bildgebung mit Hilfe eines ingenieurwissenschaftlichen Ansatzes. 

www.preclinicalimaging.org