Gründung und Entwicklung der
Werner Siemens-Stiftung

Die Gründung der Werner Siemens-Stiftung im Jahre 1923 in Schaffhausen ist im Kontext mit den familiären Gegebenheiten der Brüdern Werner, Carl und William zu sehen. Werner übernahm nach dem frühen Tode der Eltern die väterliche Verantwortung für die Ausbildung seiner jüngeren Geschwister. Der Geist der gegenseitigen Verantwortung wurde innerhalb der Familien in nachdrücklicher Art und Weise gelebt und als Inhaber des Familienunternehmens von den drei Brüdern auf die stetig wachsende Zahl der Angestellten übertragen. Carl und William führten die Geschäftstätigkeit des jungen Unternehmens von Werner aus Deutschland hinaus nach Russland und England und trugen damit zur Begründung des Weltunternehmens Siemens bei. Die Gründung der Werner Siemens-Stiftung kann in diesem sozialen Umfeld und in dieser in der Familie vorherrschenden Gesinnung gesehen werden.

Stiftungsgründung 1923
in Schaffhausen

Wir blicken zurück nach Schaffhausen im Jahre 1923. Die Töchter des Carl von Siemens, Charlotte von Buxhoeveden und Marie von Graevenitz lassen durch die FIDES Treuhand-Vereinigung AG am 7. November 1923 am Bezirksgericht Schaffhausen die „Werner-Stiftung“ gründen. Als Stiftungskapital werden CHF 200'000.– eingebracht. 

Es waren letztlich 5 Frauen aus den Familien des Werner und Carl von Siemens, die die finanziellen Mittel der Stiftung zuführten.

Die Schwestern Charlotte und Marie, Töchter des Carl von Siemens gründeten  1923 die Stiftung. 

Die Schwestern Anna und Hertha, Töchter des Werner von Siemens, brachten 1931, 1937 und 1939 weitere erhebliche Mittel in die Stiftung ein.

Eleonore (Nora) von Siemens geborene Füssli, Schwiegertochter des Carl von Siemens und Gattin des Enkels von Werner von Siemens, vermachte 1941 ihren Nachlass der Stiftung.

Die Werner-Stiftung hatte ihr Domizil von der Gründung bis 1959 in Schaffhausen, ab dann in Zug.