Report 2025

erschienen

Der Jahres-Report 2025 der Werner Siemens-Stiftung ist erschienen: Er widmet sich hochwertigen Werkstoffen und neuartigen Materialien, präsentiert nicht weniger als fünf neu unterstützte Forschungsvorhaben – und lässt Wissenschaftliche Beiräte erzählen, wie sie aussichtsreiche Projekte aufspüren.   

Hightech-Baustoffe, Batterien für Elektroautos, gewebeverträgliche Prothesen: Innovative Materialien und Werkstoffe begegnen uns überall. Materialforschung ist die Grundlage für die heutige, moderne Welt: Ohne sie gäbe es einen Grossteil jener Produkte und Technologien nicht, die unser Leben erleichtern und mit denen wir die Gesellschaft sicherer und nachhaltiger gestalten können.

Die Forschung an Materialien und Werkstoffen bildet den Schwerpunkt des Reports 2025 der Werner Siemens-Stiftung (WSS). Die Ansätze, welche WSS-Projekte dabei verfolgen, könnten unterschiedlicher kaum sein. Beispielhaft aufzeigen lässt sich dies an den drei Projekten «Künstliche Muskeln», «Klimafreundlicher, dauerhafter Stahlbeton» und «Thermoelektrische Materialien»: Jedes Team arbeitet auf seine ganz eigene Weise am «Materialbaukasten» der Zukunft.

Wohl kaum jemand überblickt die Breite der aktuellen Material- und Werkstoffentwicklung derart gut wie Tanja Zimmermann. Sie ist Direktorin des Forschungsinstituts Empa, quasi das Zentrum für Materialforschung in der Schweiz. Im Interview erklärt Zimmermann, was Materialforschung bewirkt, welche Stoffe und Entwicklungen topaktuell sind – und weshalb Holz ihr Lieblingsmaterial ist.

Ganz neue, auch materialtechnische Innovationen versprechen die fünf Forschungsprojekte, welche der Stiftungsrat der WSS im Jahr 2025 bewilligt hat: An der TU Dresden tüftelt ein Team an Methoden, um Metallbauteile ohne energieintensives Einschmelzen zu rezyklieren und aufzuwerten. An den Universitäten Bern und Basel arbeiten Forschungsgruppen an einem neuartigen Quantencomputer-Ansatz, bei dem die Physik und die Chemie zusammenspannen.

Am Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme in Freiburg im Breisgau wollen Forschende ultradünnen Tandem-Solarzellen mit extrem hohen Wirkungsgraden zum Durchbruch verhelfen. An der Universitätsklinik Balgrist in Zürich entwickelt eine Gruppe ein Kontrastmittel, das Komplikationen nach Operationen im Körper frühzeitig anzeigt. Und am Universitäts-Kinderspital Zürich testen Forschende einen Hautersatz, der Kindern mit grossflächigen Verbrennungen neue Perspektiven eröffnet.

Ein ganzes Kapitel im Jahresreport ist dem WSS-Jahrhundertprojekt «catalaix» gewidmet, das an der RWTH Aachen eine nachhaltige Kunststoffchemie erforscht. Unter anderem erzählen die catalaix-Forschenden, wie sie Kunststoffe mithilfe von Mikroben ab- und umbauen – und wie sie vorgehen, um die lohnenswertesten Anwendungsfelder für ihre katalytischen Recyclingverfahren ausfindig zu machen.

Ergänzt wird der Report mit den Updates von weiteren innovativen Forschungsprojekten. Die Themen reichen von Tauchfahrten in der Ägäis, Präsentationen an der Weltausstellung und der Anschaffung topmoderner Rastertunnelmikroskope über Schaltenergie-Limiten, Knorpelregeneration und uralten Fermentationsbakterien bis zur Suche nach natürlichem Wasserstoff und zur Frage, wie Menschen digitale Überwachungsmethoden beurteilen.

Im Stiftungsteil schliesslich zieht der neue Vorsitzende des Wissenschaftlichen Beirats der WSS, Michael Hengartner, eine Bilanz seines ersten Amtsjahres. Und Matthias Kleiner, der den Wissenschaftlichen Beirat als Mitglied 13 Jahre lang mitgeprägt hat und nun altershalber abtritt, blickt «mit Wehmut und Dankbarkeit» auf seine Zeit bei der WSS zurück. Als Nachfolger für Matthias Kleiner konnte die Werner Siemens-Stiftung Nobelpreisträger Benjamin List gewinnen.  

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